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Wasserschaden Dethleffs Beduin

Wasserschaden Dethleffs Beduin  fm611

Hallo zusammen,

so wie viele andere auch, bin ich auf dieses Forum durch unseren nicht mehr ganz trockenen Wohnwagen gestoßen.
Meine Freundin und ich haben uns vor zwei Monaten doch recht spontan einen 86er Dethleffs Beduin gekauft. Das Angebot war günstig und eigentlich sah er auch recht fit aus, aber anscheinend sind wir doch ein wenig zu blind in unserer Euphorie gewesen.

Viel wollten wir zunächst gar nicht verändern. Es sollte sich ursprünglich nur auf ein paar neue Vorhänge beschränken. Der Plan war erst einmal den ersten Urlaub im April zu machen und danach weitere Renovierungsarbeiten durchzuführen.
Da man der Frau zuhause aber natürlich keinen Wunsch absprechen sollte, wurde daraus dann: "lass uns doch noch mal eben die Möbelfronten lackieren und die Dekorteile um das Bett herum neu beziehen."

Gesagt getan, Dekorteile demontiert und da kam dann das Unheil zutage. Dunkle Flecken und weiches Holz in der Ecke im Bug und an der Trennwand zum Gaskasten.
Laut Verkäufer hatte der Wohnwagen bereis einmal Feuchtigkeitsprobleme in den Ecken der Bodenplatte, welche aber behoben wurden. Auch die Fenster wurden wohl mal neu abgedichtet woher die Flecken unter den Rahmen kommen.
Das Feuchtigkeitsmessgerät hat auch nicht wirklich gezickt bei der Besichtigung, anscheinend waren wir allerdings nicht gründlich genug bis in die letzte Ecke gegangen.

Jetzt beginnt halt der Neuaufbau und die Reparatur der kaputten Stellen. Den ganzen Prozess würde ich hier ganz gerne dokumentieren und erhoffe mir an der ein oder anderen Stelle hilfreiche Tipps. Im Grund ist das Vorgehen, insbesondere der sehr guten hier im Forum vorhandenen Anleitungen, klar. Allerdings bin ich mir sicher, dass sich noch so einige Details ergeben werden, an denen ich noch zu knabbern haben werde. Handwerklich bin ich zum Glück mit zwei linken Händen ausgestattet worden, zum Glück da ich Linkshänder bin :D Und Zeit habe ich aktuell eigentlich auch genug. Nur das Wetter könnte besser sein.

Gestern haben wir mal mit der Demontage und dem Freilegen der betroffenen Stellen begonnen. Da unser erster Tag allerdings auf einen Sonntag viel, musste der Maschineneinsatz begrenzt werden, sodass der Großteil der Arbeit erst im Laufe der Woche geschehen wird.
Auf den Bildern sieht man die Ausbesserung der vorderen rechten Ecke. Hier wurde eine Art Rahmen aus Alu-Profilen und einer Alu-Platte von unten gebastelt, die über die Seitenwand und die Latten im Boden verschraubt wurde. Leider war die Reparatur so schlecht abgedichtet, dass der Boden direkt daneben einfach weiter gammelte. Außerdem scheint eine Schraube des Rangiergriffes undicht zu sein, wo der Schaden in der Ecke herkommen müsste. Ob das Wasser von noch weiter oben kommt, kann ich erst sagen wenn ich alles offen habe.
Grundsätzlich plane ich jetzt eigentlich außen sämtliche Leisten und Fenster neu einzusetzen und abzudichten, da ich der Bastelei nirgends mehr vertraue und ich nicht mehr ausschließen kann ob einer der alten Feuchteschäden nicht doch noch ein aktueller ist. Die Leistenfüller sind eh überall so porös, dass sie teilweise schon nicht mehr vorhanden sind.

Leider habe ich erst beim durchsehen der Bilder bemerkt, wie viele Details ich eigentlich nicht fotografiert habe, aber ich denke für einen ersten Eindruck taugen sie schon was.

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Wasserschaden Dethleffs Beduin  turbokurtla

Lies dir das erstmal genau durch.
http://www.wohnmobilforum.de/w-t30152.html
Gruß Kurt

Wasserschaden Dethleffs Beduin  fm611

Guten Abend Kurt,

danke für den Link, allerdings haben mich unter anderem deine Reparaturberichte überhaupt erst dazu ermutigt den Schritt zu gehen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.
Im Prinzip gehören derlei Berichte seit Tagen zu meiner Abendlektüre.


Heute konnte ich endlich ein bisschen weiter machen und hab mich daran gemacht den Boden sowie die Wand zu öffnen.
Dabei sind dann auch direkt die ersten Fragen aufgetaucht für die ich jemanden mit ein wenig Erfahrung benötige.
Die Feuchtigkeit in der Ecke kommt meiner Meinung nach aus zwei verschiedenen Stellen. Zum einen definitiv über den Rangiergriff und über die Trennstelle der Aluminiumbleche darunter.

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Dann bin ich der Feuchtigkeit in der Trennstelle zwischen Boden und Wand nachgegangen.

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Nachdem Fenster wird der Balken im Boden wieder sehr gut. Allerdings frage ich mich ob diese dunkle Verfärbung am Rand auch schon Feuchtigkeit ist, welche von unten aufsteigt, oder eventuell nur von der verwendete Dichtmasse dazwischen stammt?
Sollte man hier noch weiter gehen und den Boden öffnen?

Da Feuchtigkeit vom Fenster nach unten gelaufen ist, habe ich auch den Bereich dazwischen geöffnet.

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Die beiden horizontalen Balken haben keinerlei Spuren von Verrottung. Der Balken direkt unter dem Fenster ist zwar feucht aber noch nicht weich.

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Hier stellt sich für mich die Frage, ob ich am besten das Fenster einmal herausnehmen sollte um genauer nachschauen zu können, oder ob man davon ausgehen kann, dass der Balken jetzt abtrocknen kann?


Noch eine allgemeine Frage bzgl Boden-Wand Verbindung. Dethleffs hat diese ja nur verklebt bzw. verdübelt. Um diese wieder zu befestigen, kann ich ja die Wand leicht abspreitzen, Dichtmasse dazwischen packen und dann von außen verschrauben. Wie aber Tausche ich am besten den untersten Balken der Wand wenn ich diesen weiter austauschen muss, als den vom Boden. Dann komme ich ja gar nicht an diese Stelle. Oder lässt sich das von unten bzw. von außen machen indem ich das Alu-Blech hochbiege und von da verklebe?


Zur Vorsicht lese ich mir jetzt nochmal deinen Bericht durch, falls ich doch irgendwas überlesen habe.
Trotzdem danke schon mal für die Hilfe!

Gruß Felix

Wasserschaden Dethleffs Beduin  turbokurtla

Merke,
kein Wasser läuft nach oben, nie.
Immer nach unten und dort breitet es sich aus, auch waagerecht in Hölzern.
Auf dem Bild vom Eck ist am Rahmenholz noch Sperrholz dran. Erst wenn das alles vom Rahmenholz weg ist kann man erkennen ob Wasser von noch weiter oben kommt.
Bei den Spuren unten kommt es vom dahinterliegenden Rahmenholz.
Dichtmasse zwischen Boden und Heck ist nicht nötig, da von unten nix hochsteigt. Neue Hölzer einkleben ist ausreichend solange von oben nix nachkommt.
Wenn am Fenster was nass ist kommt es von diesem oder von darüber, also einer Leiste.
Gruß Kurt

Wasserschaden Dethleffs Beduin  fm611

Hallo Kurt,

ich werde den Bereich um das Fenster herum dann mal weiter öffnen um zu schauen ob es eventuell noch eine andere Stelle gibt.

Meine Frage bezüglich des Einbaus der untersten Latte an der Wand hat sich seit gestern erübrigt.
Nachdem ich am Radkasten noch eine weitere geflickte Stelle gefunden habe (keine Ahnung wie ich die bisher übersehen konnte) wurde kurzerhand die gesamte Nasszelle demontiert. Der alte Kunststoff-Look sah eh altbacken aus und sollte früher oder später ausgetauscht werden.
Als ich die vordere Querwand dann draußen hatte (danke dabei an Dethleffs für's vertackern von oben :x ), konnte ich den Boden bis zum Radkasten öffnen. Und siehe da die Ecke am Radkasten ist auch komplett durch.
Mit nicht all zuviel Kraft ließ sich dann die gesamte Wand zur Seite drücken, sodass ich jetzt auf ganzer Länge einen Spalt zum Boden habe. Die Konstruktion des verdübelns der beiden Elemente hat definitiv nicht mehr viel gehalten.
Jetzt kann ich jedenfalls ganz entspannt von außen neue Rahmenhölzer ganz unten an der Wand und in den Boden einsetzen.

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Um mir die Wand im Bereich des Radkastens allerdings genauer anschauen zu können, werde ich diesen nachher noch demontieren.

Das gleiche Spiel wird mir auf der linken Seite auch noch bevorstehen, da man hier den Spalt bereits deutlicher sehen kann, als man es zunächst auf der rechten Seite konnte.

Zu guter letzt wollte ich noch dem Fleck an der Wand zur Decke auf den Grund gehen.

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Hier das selbe Spiel wie am Fenster. Was ich vom Holz sehe sieht an isch nicht schlecht aus, allerdings zeigt der Rost auf den Tackernadeln ja genauso wie die Flecken an der Verkleidung deutliche Feuchtigkeitsspuren.
Jedoch komme ich nicht bis zur Oberkante ohne die Deckenverkleidung abzunehmen. Dies wollte ich mir eigentlich ersparen.

Ich hoffe dieses Wochenende zumindest mit der Reparatur des Bodens beginnen zu können. Für die Wände fehlt mir aktuell noch das passende 20mm Holz.

Wie wird das heutzutage eigentlich mit diesen Eckleisten aus Kunststoff gemacht? Also diese beigen Abdeckprofile.
Die vorhanden sind sehr mühsam zu entfernen, wenn man eine Seite der Verkleidung noch behalten möchte. Und ich weiß jetzt schon, dass ich nie und nimmer wieder welche montiert bekomme geschweige denn irgendwo im Internet finde. Werden da einfache Profile in die Ecke geklebt um die Lücken zu verdecken?

Gruß Felix

Wasserschaden Dethleffs Beduin  turbokurtla

Also ich habe die alten Kunststoff Eckleisten immer mit dem Cuttermesser ausgeschnitten.
Sie sind ja beim Wowa Bau an einer Seite festgetackert und dienen nur zur Abdeckung des Spaltes.
Wo die Wand geöffnet wird kann man ihn ganz rausreißen,
an anderen Stellen lässt man ihn drin.
Nach dem Erneuern der Wände könnte man entweder Leisten aus Holz oder Kunststoff,
oder eine saubere Silikonnaht anbringen.

Wasserschaden Dethleffs Beduin  fm611

Wochenende vorbei und so richtig viel weitergekommen bin ich leider mangels Zeit nicht.

Die Deckenverkleidung ist wirklich sehr störrisch und die Demontage der Oberschränke hätte auch gerne einfacher sein können. Wie immer halt alles von überall vertackert.

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Oberhalb des Fenster hat sich nach der Demontage der Deckenverkleidung auf jeden Fall schon mal gezeigt, dass Wasser hinter dem Styropor ist. Das Holz ist zwar trotzdem noch ganz gut, aber zumindest kann jetzt mal alles ablüften und trocken.
Rund um das Fenster herum ist es das selbe Bild. Irgendwie alles klamm und feucht, aber noch nichts richtig durchgemodert. Hier werde ich vermutlich einiges an Balken drin lassen.

Am Boden werde ich jetzt noch die linke hintere Ecke öffnen und dann entscheiden ob ich die Querbalken im Boden komplett ersetze oder ob ich anstückel. Um Sie komplett zu ersetzen müsste ich zwar mehr vom Bodenbelag in der Mitte wiederherstellen, allerdings brauche ich mir so keine Sorgen um die statische Verbindung der neuen Balken machen. Außerdem denke ich das jeweils links und rechts anstückeln am Ende genau so lange dauert wie in der Mitte zu öffnen und einfach ein neues langes Stück Holz einzusetzen.

Eine Entdeckung habe ich noch hinter der Deckenverkleidung im Bereich der Rundung gemacht. Hier sind zwei dünne Alu-Bleche hinterlegt gewesen. Diese waren auch nur mit doppelseitigem Klebeband befestigt.
Wofür dienen diese? Meine Vermutung ist eine Art Montagehilfe bei der Produktion, damit die losen Styroporstreifen nicht herausfallen, da diese ja nicht mit der Decke verklebt sind.

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Wasserschaden Dethleffs Beduin  fm611

In den letzten zwei Tagen Trockenheit konnte ich endlich mal anfangen ein paar Leisten neu abzudichten.
Angefangen haben wir mir der Kederleiste über dem Heckfenster. Die Schwierigkeit hielt sich hier in Grenzen.
Als nächstes ging es dann mit dem ersten kurzen Stück der Eckleiste hinten weiter. 1 Std Demontage, 3 Stunden alles reinigen und am Ende 5 min Montage...
Ich hoffe, dass das hier alle geklappt hat. Trotz großzügigem Auftragens von Dekalin, kam nicht überall unter der Leiste das Dichtmittel heraus als ich die Schrauben angezogen habe. Ich hoffe das nicht nochmal machen zu müssen.

Wie ist denn das beste Vorgehen bei der Montage? Bei den beiden kurzes Leisten habe ich das Dekalin jetzt zuerst auf die Leiste aufgetragen und dann montiert. Bei der langen Eckleiste stelle ich mir das allerdings deutlich schwieriger vor.
Ist es sinnvoller die Dichtmasse erst auf die Wand/das Dach aufzutragen? Und reichen zwei breite Streifen auf den Flächen oder sollte man ganz bewusst noch was auf den Stoß der beiden Alu Bleche in der Ecke geben?

Zu guter letzt noch ein Bild vom Heck. Hier hat die Feuchtigkeit auch gewütet und wahrscheinlich durch das undichte Fenster hereingekommen. Hinter den Kunststoff-Matten, welche die Belüftung hinter den Polstern sichern sollen hat der Schimmel schon gut gesprießt.
Hier machen wir uns aber erst dran, wenn im vorderen Bereich der Aufbau fertig ist. Sonst werden es zu viele Baustellen zugleich.

Nach zwei Wochen Arbeit kann ich bisher nur sagen, dass ich nicht damit gerechnet habe wie mühselig die ganzen Demontage Arbeiten sind. Das saubere abreißen der ganzen Verkleidungen oder das entfernen von alten Dichtmitteln verschlingt einfach Unmengen an Zeit.

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Wasserschaden Dethleffs Beduin  turbokurtla

Tag
Ich trage Dekalin immer auf die Leisten auf.
Eine dicke Wurst, die ich dann mit nassen Fingern platt und gleichmäßig andrücke.
Gruß Kurt

Wasserschaden Dethleffs Beduin  fm611

Moin,
der Tipp mit dem andrücken macht wahrscheinlich den Unterschied in der besseren Handhabung.
Danke

Wasserschaden Dethleffs Beduin  fm611

So, inzwischen ist ein bisschen was passiert.

Der Boden ist inzwischen nahezu wieder komplett geschlossen.

Hierzu wurde

  • Der Längsbalken außen bis zum Radkasten abgeschnitten
  • Zwischen die Querbalken Beihölzer eingeklebt um später nicht nur ins Hirnholz der schmalen Querbalken schrauben zu müssen
  • Dann außen den neue Längsbalken angeklebt
  • In der Ecke die Querbalken neu bis an den Außenbalken verlängert
  • Die neue Sperrholzplatte am Unterboden eingeklebt
  • Die erste Deckplatte im Inneren verklebt

Die rechte Wand ist inzwischen auch komplett sauber von alten Sperrholzresten und kann nachdem die Lattung im Eck und an der Unterkante repariert ist wieder komplett gemacht werden.
Mittlerweile laufen die einzelnen Schritte alle ein wenig flüssiger ab.
Die Kleberreste lassen sich für mich am besten mit einem einfachen Putz-/Simshobel auf den gerade Latten entfernen. In den Ecken nehme ich inzwischen ein Carbid-Sägeblatt für das Multitool und Missbrauche es ein wenig zum schleifen.

Wie behandel ich denn am besten die Stoßfugen am Unterboden? Original sieht es aus als wäre da ein Alu-Klebeband drüber.

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Wasserschaden Dethleffs Beduin  turbokurtla

Schaut gut aus was du da machst. :ja:
Bei den Stoßfugen am Unterboden hab ich auch schon so einiges ausprobiert.
Versuche es mit etwas zähem wie Montagekleber o.Ä. diese zuzuschmieren. Weiche Mittel wie Dekalin tropfen halt nach unten weg.
Oder den Wagen mal kurz auf den Kopf stellen. :D
Wenn du allerdings unter den Fugen Latten drin hast ists gar nicht so wichtig die zu verschließen.
Ev. nur schwarze Farbe drüber.
Gruß Kurt

Wasserschaden Dethleffs Beduin  fm611

Puh, das Lob freut mich nach der ganzen Arbeit bisher, danke :)
Die Idee mit dem Montagekleber hatte ich auch schon. Leider sind nicht überall über den Fugen Holzlatten, weshalb ich da definitiv was machen muss.
Ich habe mit einen Montagekleber besorgt um die Kunststoffteile vorne im Gaskasten zu reparieren indem ich dünnes Alublech zurecht biege und über die beschädigten Stellen klebe. Den Kleber kann man auch zum dichten nehmen. Damit werde ich dann wohl mal alles zuschmieren.

Inzwischen ist der Boden vorne recht wieder komplett geschlossen.
Außerdem konnte die Wand endlich wieder mit dem Boden verbunden werden.

In der vorderen Ecke habe ich mich dazu entschlossen lieber ein großes Stück einer 20mm Sperrholz Platte einzupassen, anstatt 6-8 einzelne Latten einzukleben. Am Ende Habe ich eine stabilere Verbindung und deutlich weniger Arbeit.
Lediglich die Verbindung zur vertikalen Holzlatte gefällt mir nicht richtig. Die Wand hat hier durch die Unterbrechung doch ordentlich Steifigkeit verloren. Eventuell setze ich hier später nachdem das Sperrholz drauf ist noch eine zusätzliche Latte ins Eck, die ich dann irgendwie Verkleide, sodass diese dann nicht auffällt.

Nachdem die Platte vorne verklebt war musste noch auf ganzer Länge bis zum Radkasten der Rest der untersten Holzlatte an der Wand eingesetzt werden. Ursprünglich wollte ich diese zuerst einkleben und erst danach die Wand mit dem Boden verschrauben. Da ich aber Angst hatte, dass ich mir damit "einen Bogen in die Wand zu kleben", den ich später nicht mehr gerichtet bekomme, habe ich doch lieber die stressige Variante genommen und alles auf einmal zusammen gesetzt.
Um die Höhe richtig zu treffen wurden vorher kleine Klötzchen an die Latte geschraubt, welche auf dem Boden aufliegen und beim einsetzen die Höhe vorgeben.
Für gleichmäßigen Druck auf dem Kleber habe ich außen ein entsprechendes Gegenbrett zur Lastverteilung angeschraubt.

Anstatt der von Dethleffs original verwendeten 4 Holzdübel ist die Wand jetzt mit einigen 6x120er Schrauben mit dem Boden verbunden.
Sobald der Kleber getrocknet ist, muss ich die Schrauben allerdings nochmal lösen um das Gegenbrett außen zu demontieren. Anschließend Werden die Schrauben dann bis auf Anschlag eingeschraubt.

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Wasserschaden Dethleffs Beduin  hansthu

Hi,
du hast ja wirklich eine tolle Arbeit gemacht. Wohnst du vielleicht bei mir in der Nähe :D :D :D
Nun aber ernsthaft zur Frage: Du hast ja die Innenverkleidung zum Teil abmontiert. Ist die bei euch mit braunem Stoff bezogene Verkleidung (Hinterlüftung),
die der eigentlichen Innenwand vorgesetzt ist, verschraubt oder vernagelt? Oder wurde da geklebt. Ich möchte Sie bei uns für Arbeiten abmontieren, ohne sie zu zerstören.
Und noch eine Frage: Wir haben den Dethleffs Camper 510 mit Etagenbett. Da aber das Etagenbett nur am Sperrholz befestig ist, möchte ich die Befestigungspunkte
an die Stützlatten verlegen. Das ist doch viel stabiler. Auf den Bilder ist ja ein Fenster zu sehen. Ist das Fenster scheint vom Holz vollständig eingerahmt zu sein.
Sind noch senkrechte Stützlatten im Bereich der Betten? Das wären ja möglicherweise Befestigungspunkte für das obere Bett.
Und hast du vielleicht Lust, das Endergebnis zu posten? Ich bin total gespannt, wie es zum Schluß aussieht. :) :) :)
Viele Grüße aus Kiel
Hans

Wasserschaden Dethleffs Beduin  fm611

Hi,

den Bericht hier habe ich in den letzten Tagen/Wochen leider kläglich vernachlässigt.
Aber ich werde dann jetzt mal ein größeres Update posten.

Vorne rechts war der letzte Stand ja die Verbindung von Wand zu Boden.
Danach ging es auf die linke Seite. Hier war die Situation zum Glück bei weitem nicht so gravierend wie rechts.

An der Wand wurde bereits einmal herumgedoktort. Aber anstatt die Lattung vernünftig zu reparieren wurden schadhafte Teile nur unzureichend herausgeschnitten und die Lücke einfach nur mit dünnen Styropor Platten gefüllt. Anschließend kam dann lediglich eine Siebdruckplatte als Abdeckung drüber.

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Hier habe ich dann deutlich weniger ersetzen müssen und nur Kurzstücke an Holz eingesetzt und verschraubt.

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An der Wand bin ich ähnlich wie rechts vorgegangen. Nur habe ich die eingesetzte Sperrholzplatte besser in die bestehende Lattung eingepasst um mehr Überlappung und damit mehr Lastübertragung in der Wand zu erreichen.

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Die unterste Holzlatte in der Wand habe ich auch nur auf einem kurzen Stück ersetzt. Verglichen mit der rechten Seite war es auch eine Qual diese herauszulösen. Rechts hatte sich alles sehr leicht vom Alu gelöst. Links war der Kleber so hartnäckig, dass ich zwei Stunden mit dem Dremel in der Ritze das versucht habe alle Rest vorsichtig vom Alu zu entfernen ohne dieses zu beschädigen. Dadurch das die Wand nicht auf ganze Länge bis zum Radkasten vom Boden gelöst war, konnte ich diese halt nur bedingt wegdrücken.
Am Ende wurde wieder alles von außen komplett mit dem Boden verschraubt. Soweit es ging habe ich den Spalt mit Caravan-Kleber vollgepumpt.

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Parallel dazu habe ich in mühseliger Kleinstarbeit die kaputten Kunststoffteile vom Gaskasten instandgesetzt.
Hierfür mussten an unzähligen Stellen Alu-Bleche und Winkel eingeklebt werden um diverse Risse und Ausbrüche zu beheben.
Anschließend konnte ich die Ecke dann wieder richtig montieren.

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Meiner Meinung nach ist der Punkt an dem Seiten-Wand, Kunststoff-Teil und Bug-Wand aufeinander Treffen nicht besonders gut von Dethleffs durchdacht. Die Kantenleiste von außen überdeckt den Spalt nicht besonders gut und man muss im Enddefekt zusehen, dass man Unmengen an Dekalin dort dran packt um sicher zu gehen, dass hier ja kein Wasser eintritt.
Von unten ist es genau das gleiche. Vorne kommt ja noch die vertikale Trennwand zum Gaskasten rein. Unten bleibt dann auch ein Spalt, welcher von der Leiste nicht wirklich sauber abgedeckt wird. Da das aber die Unterkante ist und Wasser hier abtropfen kann, finde ich es nicht ganz so gravierend wie weiter oben.

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Das kleine Holzstück im Spalt simuliert nur die Trennwand als Abstandshalter. Hier kommt später noch ein Alu Winkel unten drunter, um die Kunststoff Wanne mit dem Boden zu verbinden. Die Laschen am Kunststoff gehen nämlich unter den Boden hinaus.
Da hier von den Vorbesitzern auch irgendwas mit Alu Blechen gezimmert wurde, habe ich keine Ahnung mehr wie es mal original gedacht war.

Auf dem letzten Bild von unten sieht man auch, wie ich die kaputte Alu Kante versucht habe wieder zurecht zu dängeln. Den Spalt habe ich mit einem Klebe/Dichtmittel gefüllt und das Alu dann weider von unten an die Wandleiste getackert.
Da die Abtropfkante aber an vielen Stellen ziemlich kaputt ist, lasse ich mir gerade von einem befreundeten Dachdecker neue Bleche anfertigen, welche über die bestehende Aptropfkante drüber passen und diese dann ein wenig nach unten verlängert. Der Anschluss des neuen Blechs an der Seite wird dann von der Gürtelleiste verdeckt. Auch wenn diese Gürtelleiste ja eigentlich nur auf der Vorzeltseite nützlich ist, werde ich dann auf der anderen auch noch eine anbringen um die Verschraubung zu verdecken.


Als nächstes ging es dann endlich mit der Wandverkleidung los.

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Erste Versuche ohne Kleber haben für mich gezeigt, dass sich diese Flächen nicht pressen lassen, da die Wand ohne zweite Sandwich-Schicht so labil ist, dass Sie sich einfach durchbiegt. Da ich auch keine Möglichkeit hatte von außen gegen zu halten, habe ich mich für die invasive Methode entschieden und auf Höhe der Wandlattung Presslatten aufgeschraubt.
Die vordere Wand des Kleiderschranks musste leider auch noch raus, da ich sonst keine saubere Schnittkante an der Wandverkleidung und der Deckenverkleidung hinbekommen hätte. Außerdem würde ich nicht an den Deckenbalken an dieser Stelle kommen.

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Der hintere Bereich des Wohnwagens wurde jetzt so langsam freigelegt.
Hier muss definitiv das Holz an einer Seitenwand ganz oben raus. Auf der anderen Seite hat es zwar schon leicht Farbe bekommen, ist aber noch soweit fest un stabil. Ansonsten müssen wieder die Ecke nachbearbeitet werden und auf ganzer Breite direkt unter dem Fenster einiges ersetzt werden.

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Zwischendurch wurden dann noch jede Menge Kleinigkeiten erledigt.
  • Abdichtungen vom Antennenmast und vom Kamin (hier ist definitiv die Dichtung auf dem Dach so spröde, dass ich erst eine neue brauche)
  • alle Kantenleisten demontiert, gereinigt und teilweise wieder neu montiert und abgedichtet
  • Vorzeltleuchte und Positionsleuchten vorne demontiert und abgedichtet
  • Leuchtenträger hinten abgenommen und von altem Dichtmittel gereinigt


Als nächstes wird vorne die Decke neu verkleidet und parallel dazu hinten die maroden Leisten herausgetrennt und repariert.
Irgendwann wird dann noch der neue Innenausbau und die Elektrik folgen.

Aber da dank Corona unser Osterurlaub eh abgesagt wurde, habe ich erstmal keinen Zeitstress mehr.
Leider muss ich ab April wieder arbeiten, sodass ich dann nur noch abends und am Wochenende Zeit habe.


hansthu hat geschrieben:Hi,
du hast ja wirklich eine tolle Arbeit gemacht. Wohnst du vielleicht bei mir in der Nähe :D :D :D
Nun aber ernsthaft zur Frage: Du hast ja die Innenverkleidung zum Teil abmontiert. Ist die bei euch mit braunem Stoff bezogene Verkleidung (Hinterlüftung),
die der eigentlichen Innenwand vorgesetzt ist, verschraubt oder vernagelt? Oder wurde da geklebt. Ich möchte Sie bei uns für Arbeiten abmontieren, ohne sie zu zerstören.
Und noch eine Frage: Wir haben den Dethleffs Camper 510 mit Etagenbett. Da aber das Etagenbett nur am Sperrholz befestig ist, möchte ich die Befestigungspunkte
an die Stützlatten verlegen. Das ist doch viel stabiler. Auf den Bilder ist ja ein Fenster zu sehen. Ist das Fenster scheint vom Holz vollständig eingerahmt zu sein.
Sind noch senkrechte Stützlatten im Bereich der Betten? Das wären ja möglicherweise Befestigungspunkte für das obere Bett.
Und hast du vielleicht Lust, das Endergebnis zu posten? Ich bin total gespannt, wie es zum Schluß aussieht. :) :) :)
Viele Grüße aus Kiel
Hans


Jetzt mal zu deinen Fragen.
Zunächst einmal bin ich definitiv ein ausgewiesener NICHT-Experte was Wohnwagen betrifft. Qualitative Aussagen kann dir hier nur Kurt geben. Ich kann dir nur von meinen Erfahrungen berichten.

Diese bezogene Verkleidung war bei uns geschraubt. Irgendwo in der Kante sitzen versteckt kleine Schrauben.
Die bekommst du also eigentlich zerstörungsfrei von der Wand ab, wenn es bei dir genauso ist wie bei uns.

Viele Dinge scheinen augenscheinlich nur im Sperrholz verschraubt zu sein (viele sind es auch), aber einiges ist an dahinter verklebten Alublechen befestigt. Diese Alubleche leiten die Vertikallasten in die Wandfläche ab. Durch die Sandwichstruktur hält das dann.
Ich habe zum Beispiel den Fehler gemacht, nicht überall diese Alubleche wieder einzusetzen. Jetzt fehlen mir beispielsweise an der vorderen Wand der Nasszelle Befestigungspunkte zur Seitenwand. Hier werde ich innen ein zusätzliches Kantholz in die Ecke einsetzen, um besser an die Wand anbinden zu können.

Die Schränke über dem Bett waren auch mit diesen Platten an der Seitenwand befestigt. Hier habe ich zum Glück zusätzliche Vertikalhölzer eingesetzt, die eigentlich dafür da waren die Wandverkleidung bündig aneinander zu bekommen. Diese werde ich jetzt zur Befestigung der Schränke nutzen.

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Da ich kein Etagenbett habe, kann ich dir nicht sagen ob es bei dir noch zusätzliche Vertikallatten in der Wand gibt. Bei mir ist jedenfalls auf voller Länge keine einzige. Die einzigen Vertikalen sind jeweils am Anfang und am Ende in den Ecken.
Willst du die Befestigung der Etagenbetten einfach nur so ändern oder hat sich was gelöst und ist lose?
Wenn alles noch fest ist, würde ich an deiner Stelle nicht unbedingt was ändern. Wenn überhaupt nur zusätzliche Stützen unterbauen, wenn du dich dann sicherer fühlst. Unsere Betten sind schon keine Originalkonstruktion mehr gewesen und sind gar nicht mehr mit der Seitenwand verbunden gewesen.


Ich hoffe die vielen Bilder erschlagen euch nicht, aber Bilder sagen ja meist mehr als 1000 Worte.
Ich versuche bald mal wieder regelmäßiger den Fortschritt hier zu teilen, insofern es wenigstens ein paar Leute interessiert.

Bis dahin, alle schön gesund und Corona-Frei bleiben. :wink:

Wasserschaden Dethleffs Beduin  hansthu

Hi, danke für die Antwort :)
Dein Wagen ist fast ähnlich aufgebaut wie unserer, und daher denke ich, dass auch der innere Aufbau ähnlich ist. Beduin hat eine andere Ausstattung als Camper.
Gleich morgen werde ich mich noch mal auf die Suche nach den Schrauben machen :-)
Deine Bilder sind für mich super informativ :freu Ich kann nun ungefähr einschätzen, wie es bei mir wohl aussehen mag.
noch mal vielen Dank für Info und Bilder
und viele Grüße
Hans




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