Überwintern in Andalusien, mit dem Wowa, auf CP

Überwintern in Andalusien, mit dem Wowa, auf CP  saeukopp

Guten Tag,

bin seit heute im Forum und grüße Euch, aus dem Spessart. Im Moment hier ca. -4°C naßkalt wolkig

Meine Frau und ich sind Rentner und überlegen uns, ob z. B. Süd-Spanien, als Überwinterungs-Standort, für uns interessant sein könnte (Nov. bis Febr.)
Vor 2 Jahren haben wir 5 Monate auf Sizilien verbracht (Nov. bis März) und dann 1 Monat in Kalabrien (beides auf CP).

Vielleicht kann uns jemand Tips geben oder Erfahrungswerte, damit wir unsere Vorstellungen auf die Realität abstimmen können.

Was suchen wir / was stellen wir uns vor:
Möglichst deutlich öfter "blauer Himmel", als hier bei uns
Meer muß nicht sein
CP darf ruhig relativ "einfach" sein (durchschnittliche sanitäre Anlagen sind OK), kein Mini-Stellplatz, kein lauter Platz (Kfz-Verkehr, Disco, ...), wir brauchen auch keinen Vorturner, der uns erst einmal "einweist" - wir sind an sich ziemlich autark
Anreise sollte entweder über Autobahnen oder (wenn es denn auch praktikabel ist - also die Beschaffenheit der Straße ausreichend ist) durchaus auch über andere Straßen erfolgen können- vielleicht auch per Fähre (z. B. ab Genua)
Die Hin- und Rückreise sollte möglichst wenig Risiko einschließen im Hinblick auf "Raubritter" - sofern das einigermaßen realistisch planbar ist - selbst wenn wir dafür z. T. erhebliche Umwege fahren müßten (ist doch alles auch eine Frage der Gewichtung), z. B. auch über Portugal nach Spanien (so es denn weniger Risiko bergen sollte).

Damit auch Randparameter erkennbar sind, hier die Daten unseres Gespannes:
Gespannlänge: 12 m
Länge Wohnwagen: 7,50 m
Länge Zugfahrzeug: 4,50 m
Breite Wowa: 2,46 m
Zugfahrzeug: Jeep Cherokee 2,8 Diesel

Auf Sizilien haben wir die verrücktesten Touren mit dem Gespann unternommen. Wir haben diese wunderschöne Insel in weiten Bereichen durchfahren (auf Straßen, die durchaus auch als befestigte Feldwege bezeichnet werden könnten), ohne Kratzer oder Beulen. Ich möchte damit nicht sagen, wie toll wir sind, es soll eher zum Ausdruck bringen, daß wir uns nicht so schnell fürchten und auch Strecken fahren, die weit entfernt sind von den uns hier bekannten Landstraßen.

Ich habe versucht einigermaßen sachlich unser Thema zu umreißen und hoffe, daß mir dieses gelungen ist.

Meine Frau und ich würden uns freuen, wenn wir eine weiterhelfende Antwort erhalten.

Herzlichen Dank, fürs "Zuhören".

Überwintern in Andalusien, mit dem Wowa, auf CP  k1

die beste Gegend in Spanien zum Überwintern ist zwischen Valencia und Almeria, event. auch noch einige km Richtung Norden und Südwesten.

An der Andalusischen Küste gibt es zwar einige wärmere Tage als im Bereich der Costa Blanca, dafür gibt es dort aber auch mehr Regen und Wind.

Hier gibt es Klimatabellenfür Spanien.

Wir überwintern seit mehreren Jahren im o.g. Bereich.

Die Anfahrt nehmen wir immer zum Anlass, das unbekanntere Spanien zu entdecken. So kann man über Irun, am Atlantik, nach Spanien Einreisen, San Sebastian besuchen und dann weiter über Burgos nach Salamanca. Salamanca ist eine wunderschöne Stadt, wo der Aufenthalt von mehreren Tagen lohnt. Ob man dann weiter gen Süden bis Cadiz oder Gibralta fährt oder ob man bei Sevilla Richtung Osten über Cordoba Richtung Murcia fährt, kann man nach Lust, Laune und Wetter vor Ort entscheiden.

Es gibt aber im Raum Alicante einige gute Campingplätze, die im Winter recht voll werden und die Platzwahl bei einem großen WW schonmal problematisch ist.

Überwintern in Andalusien, mit dem Wowa, auf CP  saeukopp

Einen ganz herzlichen Dank, für die Antwort. Das ist für uns ein sehr interessanter Aspekt.
Ich werde mir alles auf der Karte ansehen.

Habt Ihr auf Eurer Strecke Probleme hinsichtlich "Raubrittertum" feststellen können ?

Einen schönen Abend noch...

Überwintern in Andalusien, mit dem Wowa, auf CP  k1

nun, zu den Banditen kann man nur sagen: es gibt sie.

Die Vorgehensweise ist:

man versucht durch Steinewerfen oder auch Reifenstechen an PKW und/oder Wohnwagen/Womos vornehmlich Ausländer auf Autobahnen und Schnellstraßen zum Anhalten zu bewegen. Dabei versucht man die Reisenden abzulenken und raubt deren Fahrzeug aus.
Die Banditen sind meist mit schnellen, gestohlenen Fahrzeugen unterwegs und damit sehr schnell verschwunden. Anzeigen bei der Polizei bringen meist keinen Fahndungserfolg.

Maßnahmen:

1. Fahrzeuge beim Aussteigen immer abschließen
2. Einer bleibt immer am Fahrzeug
3. Wertgegenstände nicht "griffbereit" herumliegen lassen
4. Geld Papiere "am Mann" verstauen
5. billigen Fotoapparat bereit halten um die Banditen zu fotografieren (z.B. wenn man durch ein Auto zum Halten gezwungen wird), da verschwinden die meist sofort
6. Bargeld nur in geringer Menge mitnehmen, Bankautomaten gibt es überall.
7. Waffen und auch Pfefferspray sind in Spanien verboten

Wir fahren seit 1984 fast jährlich nach Spanien. Bisher wurde 1 Mal versucht uns zum Anhalten zu bewegen, ohne dass es zuvor zu Beschädigungen kam (ohne Wohnwagen) Bis 2009 sind wir immer die AP7 gefahren weil wir schell zum Urlaubsort wollten.

Den Bereich Barcelona kann man gut über Olot, Vic und Manresa umfahren. Kostet keine Maut und ist nur ein paar km weiter.

Überwintern in Andalusien, mit dem Wowa, auf CP  saeukopp

Herzlichen Dank, auch für diesen Erfahrungsbericht.

Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende.



k1 hat geschrieben:nun, zu den Banditen kann man nur sagen: es gibt sie.

Die Vorgehensweise ist:

man versucht durch Steinewerfen oder auch Reifenstechen an PKW und/oder Wohnwagen/Womos vornehmlich Ausländer auf Autobahnen und Schnellstraßen zum Anhalten zu bewegen. Dabei versucht man die Reisenden abzulenken und raubt deren Fahrzeug aus.
Die Banditen sind meist mit schnellen, gestohlenen Fahrzeugen unterwegs und damit sehr schnell verschwunden. Anzeigen bei der Polizei bringen meist keinen Fahndungserfolg.

Maßnahmen:

1. Fahrzeuge beim Aussteigen immer abschließen
2. Einer bleibt immer am Fahrzeug
3. Wertgegenstände nicht "griffbereit" herumliegen lassen
4. Geld Papiere "am Mann" verstauen
5. billigen Fotoapparat bereit halten um die Banditen zu fotografieren (z.B. wenn man durch ein Auto zum Halten gezwungen wird), da verschwinden die meist sofort
6. Bargeld nur in geringer Menge mitnehmen, Bankautomaten gibt es überall.
7. Waffen und auch Pfefferspray sind in Spanien verboten

Wir fahren seit 1984 fast jährlich nach Spanien. Bisher wurde 1 Mal versucht uns zum Anhalten zu bewegen, ohne dass es zuvor zu Beschädigungen kam (ohne Wohnwagen) Bis 2009 sind wir immer die AP7 gefahren weil wir schell zum Urlaubsort wollten.

Den Bereich Barcelona kann man gut über Olot, Vic und Manresa umfahren. Kostet keine Maut und ist nur ein paar km weiter.

Überwintern in Andalusien, mit dem Wowa, auf CP  Subi

k1 hat geschrieben:nun, zu den Banditen kann man nur sagen: es gibt sie.

Die Vorgehensweise ist:

man versucht durch Steinewerfen oder auch Reifenstechen an PKW und/oder Wohnwagen/Womos vornehmlich Ausländer auf Autobahnen und Schnellstraßen zum Anhalten zu bewegen. Dabei versucht man die Reisenden abzulenken und raubt deren Fahrzeug aus.
Die Banditen sind meist mit schnellen, gestohlenen Fahrzeugen unterwegs und damit sehr schnell verschwunden. Anzeigen bei der Polizei bringen meist keinen Fahndungserfolg.

Maßnahmen:

1. Fahrzeuge beim Aussteigen immer abschließen
2. Einer bleibt immer am Fahrzeug
3. Wertgegenstände nicht "griffbereit" herumliegen lassen
4. Geld Papiere "am Mann" verstauen
5. billigen Fotoapparat bereit halten um die Banditen zu fotografieren (z.B. wenn man durch ein Auto zum Halten gezwungen wird), da verschwinden die meist sofort
6. Bargeld nur in geringer Menge mitnehmen, Bankautomaten gibt es überall.
7. Waffen und auch Pfefferspray sind in Spanien verboten

Wir fahren seit 1984 fast jährlich nach Spanien. Bisher wurde 1 Mal versucht uns zum Anhalten zu bewegen, ohne dass es zuvor zu Beschädigungen kam (ohne Wohnwagen) Bis 2009 sind wir immer die AP7 gefahren weil wir schell zum Urlaubsort wollten.

Den Bereich Barcelona kann man gut über Olot, Vic und Manresa umfahren. Kostet keine Maut und ist nur ein paar km weiter.



Es gibt auch noch andere Vorgehensweisen. Ich rede nicht davon, was man so hört sondern was ich selber erlebt habe:

Bei einer Mittagspause auf einem AB-Rastplatz mit Tankstelle unweit der Ausfahrt Murcia standen wir direkt neben der Tanke, als uns ein junges Pärchen wegen des Weges freundlich ansprache, in gutem Deutsch, aber unverkennbar mit osteuropäischem Einschlag. Wir erklärten ihnen, was sie wissen wollten, dabei sahen sie sich unser damaliges Womo, einen neuen Kastenwagen, interessiert an. Sie gingen dann davon, aus unserer Sicht heraus.

Inzwischen war ein neben uns stehender Reisebus abgefahren und wir standen auf dieser Seite des P alleine.
Da hätten eigentlich die roten Lampen angehen sollen, taten sie aber nicht.

Nach wenigen Minuten kamen drei Personen mit Landkarten in der Hand auf unser Womo zu, einer ging an die Fahrertür, der andere an die Beifahrertür und der dritte an die offene Schiebetür, an der wir saßen.
Sie rissen die beiden Türen auf, sprachen uns lautstark und durcheinander an und hielten ihre Karten vor unsere Nasen. Ehe wir schalten konnten und als ich dann zu brüllen anfing, rannten sie weg.
Die Umhänge-Tasche meiner Frau, in der sich alles Wichtige befand nahmen sie mit, wie wir sofort feststellten. Sie stand neben meinem Bein, nur wenige Zentimeter entfernt.

Das war ein Überumpelungsakt von wenigen Sekunden, denn sie hatten ja vorher, im freundlichen Gespräch, alles ausgekundschaftet.

Etwa 20 Min. später wurden mit unserer EC Karte 970 € abgehoben, obwohl wir keine PIN irgendwo aufgeschrieben hatten.
Ich vermute, dass die Karten ausgespäht wurden, dem Gefühl nach an einem Bankomat bei dem Thermalbad Fortuna. Dabei werden ja die Kartennummer und die PIN erkannt und wenn sie nun die Karte besitzen und über die Kartennummer identifiziert haben, können sie aus einer Excel-Tabelle in Sekunden die zugehörige PIN ablesen.

Der Spaß hat uns insgesamt ca. 2000 € gekostet von dem Ärger will ich nicht reden.

Die Lehre aus der Geschichte: mit keinem Reisenden auf der Strecke ein Gespräch führen und niemals mehrere wichtige Dinge an einer Stelle auf bewahren.
Angst um sein Leben muss man nicht haben, die wenden keine Gewalt an sondern stehlen, was sie bekommen können.

Jedenfalls sind dem Erfindungsreichtum der Gangster keine Grenzen gesetzt, sie sind geschult und auch, wenn man sich sehr klug vorkommt, kann man doch auf sie hereinfallen. Bis 5 Sekunden vor diesem Vorkommnis hätte ich das nicht für möglich gehalten und ich war zu diesem Zeitpunkt kein Neuling, sondern schon 40 Jahre Camper mit Erfahrungen vor 1990 in Osteuropa ( Tschechei, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien) und nach 1990 in Italien, Kroatien, Frankreich, Spanien, Portugal und Marokko. Ich schreibe das nicht, um anzugeben sondern um zu zeigen, dass auch ein erfahrenen Camper auf dem falschen Fuß erwischt werden kann und damit der Eine oder Andere vielleicht etwas daraus lernt.

Gruß Subi

Überwintern in Andalusien, mit dem Wowa, auf CP  saeukopp

Danke, Subi,

wirklich sehr informativ für uns. Herzlichen Dank.

Im Moment versuche ich folgendes herauszufinden:

a) gibt es evt. tatsächlich Routen, im Winter (Anreise Nov - Rückreise Febr./März) z. B. wie hier in den Süden Spaniens, die weniger "problematisch" sind
b) sind die "Überfälle" Jahreszeitlich zu gewichten (es könnte ja u. U. auch sein, daß im Winter z. B. auf bestimmten Routen weniger oder gar nichts vorkommt, im Verhältnis zum Sommer und auf den Hauptrouten...)
c) gibt es in Süd-Europa ggf. Regionen, die (mit Blick auf die Hin- und Rückreise) relativ "sicherer" sind, als möglicher Weise z. B. Spanien

Wir waren, wie bereits geschrieben, auf Sizilien und hatten weder auf der Hin- noch auf der Rückreise "Probleme" - in keinster Weise.
Weshalb wir dann nach anderen Möglichkeiten Ausschau halten ?

Das müßte man eigentlich selbst erlebt haben. Dreck, dreck, ... , ganz wenige CP die einigermaßen akzeptabel sind - aber es gibt ein paar, die sich mit unseren guten CP in D. messen können und die im Winter geöffnet sind.
Verdreckte Strände und mit Hundekot zugeschissen (was allerdings leider zumeist auf die Camper zurückzuführen ist). Wunderschöne Insel aber... Und ab Dez. bis u. U. Februar fürchterliches Wetter, jedenfalls bei unserer Reise. Sturm, daß die Vorzelte wegflogen, starke Gewitter, Kälte. usw.
Und es gäbe noch einiges andere zu sagen, was diesen Rahmen sprengen würde.

Die älteren Einheimischen haben zu uns gesagt: "Das wird immer schlimmer, wir hatten dieses Wetter früher gar nicht so..."

Danke, für die Unterstützung und einen schönen Sonntag.

Überwintern in Andalusien, mit dem Wowa, auf CP  Subi

Persönlich denke ich, die Gefahr ist im Winter geringer als zur Hauptreisezeit und auf weniger befahrenen Strecken geringer als auf den üblichen Hauptstrecken.

Ich würde, momentan wahrscheinlich so fahren: Neuenburg- Belfort- Chalon sur Saone- Digoin- Perigueux- Bayon- Irum- Burgos- Madrid- Cordoba und von dort aus zum Ziel.
Das dürften etwa 1900 km sein.

Ausrechnen kann man sich die Gefahr nicht. Wenn man Pech hat, hat man Pech. Aber aufpassen kann man schon.

In Italien z.B. hatten wir im darauffolgenden Jahr, wir fuhren inzwischen wieder ein Wowa-Gespann, folgendes Erlebnis: Ich hatte mich zu einem Mittagsschläfchen im Wowa hingelegt als meine Frau mich aufgeregt rief, "Subi, hier ist wieder so einer". Ein älterer Herr mit einem sehr großen , betagten Gespann war neben uns gefahren und sprach sie an, ob sie zufällig eine Karte dabei hat.
Ich raus aus dem Fahrzeug und da murmelte der Mann etwas und ging fort. Wir fuhren gleich weiter und als ich um die Kurve zur Ausfahrt fuhr konnte ich rückblickend sehen, dass hinter dem großen, 2,5 m breiten Wohnwagen, im Sichtschatten auf dem gleichen Stellplatz, ein Kleinwagen stand. "Unser Herr" und vermutlich der Fahrer des Kleinwagens unterhielten sich.

Ich bin sicher, hätten wir eine Karte auf der Motorhaube ausgebreitet und mit dem Herrn eine Route beratschlagt, wäre der Kleinwagenfahrer von hinten zu unserm Wowa gegangen und hätte geschaut, ob er etwas "abtragen" kann.

Es kann natürlich auch alles ganz harmlos sein, dass Prinzip besteht ja für die Leute darin, keinen Argwohn zu erzeugen, nichts Genaues weiß man nicht, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellan-Kiste.

Subi

Überwintern in Andalusien, mit dem Wowa, auf CP  k1

Hallo saeukopp,

Du machst Dir zuviel Sorgen.

Die meisten unliebsamen Vorfälle passieren in Frankreich auf und nahe der Autobahn Lyon bis spanische Grenze (Boulou) und dann weiter in Spanien auf der AP 7 und auch A7 Barcelona bis ca. Valencia. Vor Allem sollte man die 1. Raststätte in Spanien meiden.

Wie geschrieben, ist mir in 40 Jahren Spanien noch nichts passiert.

Da ich nicht weiß wo Du wohnst, kann ich Dir keine Rotentipps geben. Aber es hilft schon, wenn man bei Google Maps nach mautfreien Routen sucht.
Ich komme aus der Region Düsseldorf und fahre meist über Luxemburg und dann quer durch F Richtung Bordeaux. Von da aus dann entweder Richtung Jaca (Spanien) und weiter nach Zaragoza oder Richtun Burgos (spanien) und dann an der Westgrenze oder über Madrid weiter.

Überwintern in Andalusien, mit dem Wowa, auf CP  bernierapido

Belfort- Chalon sur Saone- Digoin- Perigueux- Bayon- Irum- Burgos-

so sind wir das letzte mal auch nach Lissabon gefahren.
Kurz hinter der spanischen Grenze in den Pyreneen wurden wir von anderen Autofahrern darauf aufmerksam gemacht, dass hinten etwas nicht stimme, mit dem Zeichen, langsamer zu fahren.
Kopfkino´, und meine Frau sagte: "Halt nicht an!"
Hab trotzdem angehalten, waren ja mehrere übeholdende Autofahrer, und das war Glück. Das Hinterrad des Motorrollers hatte sich von der Bühne gelöst (drei Spanngurte gerissen) und hing knapp über der Straße.
Bis zur nächsten Raststätte hätten wir es nicht geschafft.

Grundsätzlich tanke und raste ich abseits der Autobahnen, in allen Ländern.
Jedes Tanken nutze ich zum Rasten und umgekehrt. Dabei fahre ich auch Supermarkttankstellen an und wir gehen Frisches einkaufen. Hab eine Alarmanlage mit Handyruf. Bargeld haben wir kaum dabei und wenn dann in usneren Taschen.

Ein Erlebnis hatte ich um ca 3h morgens auf einem Rastplatz Nähe Avignon. Wir wollten mit einem Reisebuss eine Rast machen und waren auf der Anfahrt zum Parken und noch vom Sitzplatz aus sahen wir, wie offensichtlich böse Buben von einem Wohnmobil den Bootsanhänger abnehmen wollten. Ich habe den anderen im Buss das gesagt und dann die gesammte Bussgruppe an dem Wohnmobil vorbei- und herumgeführt. Das gefiel denen aber nun mal garnicht und sie gingen weg. Die Wohnmobilbesatzung hab ich geweckt und denen gesagt was los war und dass sie dort nicht besonders gut stehen würden. Die Polizei hab ich auch angerufen die sind aber bis zu unserer Weiterfahrt noch nicht dagewesen.

Noch eines:
Bei unserer Umfahrung von Paris sind wir von der Autobahn runter und wollten Baguette kaufen. Gegenüber einer Bäckerei hielten wir an und meine Frau steig aus. Obwohl wir mit deutschem Kennzeichen unterwegs waren sprachen zwei junge Männer meine Frau an und fragten nach dem Weg zum nächsten Hotel. Ein dritter schlich um unseren Wagen. Meine Frau hielt ihre Tasche besonders fest vor den Bauch und ich hab den Alarm vom Wohnwagen (gibt da so eine Nottaste an der Fernbedienung) ausgelöst. Die sind dann weggegangen als wenn nichts gewesen wäre Ich bin mir aber sicher, dass die was planten.

und noch was:
Wir standen mitten in einem französischen Dorf im Limousin an einer sog. BIS (touristische Straßen abseits der Autobahnen) auf einem Wohnmobilstellplatz. Gegen 23.00 Uhr klopfte es an der Tür. (Ich habe extra eine nicht zu öffnende Türscheibe einbauen lassen um zu sehen, wer sich dort aufhält. Es waren zwei Männer, die mich nach dem Weg zur nächsten offenen Tankstelle fragten. Einen deutschen Touristen in französischer Sprache so was zu fragen??
Die abgeschlossene Tür hab ich natürlich nicht geöffnet und ihnen gesagt, sie sollten bei der Polizei anrufen. Die wisse das besser als ich. Sie schimpften über meine Unhöflichkeit .... und trollten sich.

Quintessenz:
Es kann einem Überall passieren, immer Wachsem sein und sein Gefühl und Menschenverstand befragen.
Mechanische und elektronische Sicherungen nutzen (selbst wenn wir im Trailer schlafen ist der Türalarm an).




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